Kastration von Katzen
Engagement gegen das Elend der Straßenkatzen in Deutschland In Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Straße - immer auf der Such nach Futter; sie sind ausgemergelt, schwach und krank. Viele sterben qualvoll. Ursache dieses Tierleids sind auch unkastrierte Hauskatzen; Nur wenige Menschen lassen ihre Katze kastrieren; so zeugen Freigänger weiter Nachwuchs mit Streunern, und die Streunerkatzen vermehren sich immer weiter. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende! Die einzig sinnvolle und tiergerechte Methode, um die Population der Streunerkatzen einzudämmen, ist die Kastration. Dabei reicht es nicht nur die Streuner zu kastrieren - auch jeder Katzenhalter trägt Verantwortung und muss seine Katze kastrieren lassen. Quelle: tasso.net Foto: Tierschutzbund.de
Die Tierhilfe Miltenberg e. V. will sich künftig verstärkt für die Kastration von Katzen einsetzen.
Die Vorteile der Kastration - Keine unkontrollierte Vermehrung: Wird die Vermehrung der Streunerkatzen gestoppt, vermindert sich auch ihr Leid. - Sinkendes Unfallrisiko durch Verkleinerung des Aktionsradius beim Freigang. - Weniger Verletzungen durch Revierkämpfe. - Geringere Ausbreitung von Infektionskrankheiten: Schrumpfende Populationen und der Wegfall fortpflanzungsbedingter Stressoren und Belastungen senken den Infektionsdruck. - Weniger sexualhormoninduzierte Krankheiten: Entfernung von Eierstöcken und gegebenenfalls der Gebärmutter verhindert Erkrankungen dieser Organe sowie deren funktionelle Mitbegünstigung anderer Krankheiten. - Höhere Lebenserwartung kastrierter Katzen im Vergleich zu unkastrierten. Wann kastrieren? Die Kastration sollte möglichst vor Eintritt der Geschlechtsreife erfolgen. Der Eintritt der Geschlechtsreife liegt zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat. Bei Katzen liegt der Zeitpunkt etwas früher als bei Katern. Abhängig von verschiedenen Faktoren können Katzen auch früher fortpflanzungsfähig werden. Zur Kastration Bei der Kastration werden die keimbildenden Organe (Eierstöcke und Hoden) entfernt, um die Entstehung reifer Ei- der Samenzellen zu verhindern. Der Eingriff bewirkt neben der Unfruchtbarkeit auch den Rückgang hormonell be- dingter Verhaltensweisen, wie Aggressivität und Streunen bei Katern und die Rolligkeit bei Katzen. Bei einer Sterilisation werden nur die keimleitenden Organe verschlossen oder durchtrennt. Die Tiere behalten aber funktionstüchtige Keim- drüsen. (Quelle - Tasso e. V.)